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Lebendiger Rosenkranz in Budapest

Lebendiger Rosenkranz in Wien und Budapest - Brief von Andreas Schätzle


Lebendiger Rosenkranz um Budapest

Im Jahre der Stadtmission Budapest (2007) wurde erstmals entschlossen, die Initiative des Lebendigen Rosenkranzes von Wien zu folgen und eine Gebetswanderung um unsere Stadt zu organisieren. Unsere Gebetswanderung war unerwartet beliebt und fruchtbar, und wird auch dieses Jahr stattfinden. Bei uns sind alle Strecken (Etappen) am selben Tag, am Samsag 17. Mai 2008, von verschiedenen Gruppen gewandert. Zwei Pilgergruppen werden sich bei jeder "Großen Perle" treffen. Sie sind dieses Jahr wieder zu unserer Gebets­wanderung oder zu unserem gemeinsamen Gebet für Budapest herzlich eingeladen. Die Bildergalerien und unsere rund um die Stadt können an der Homepage besichtigt werden.


"2007 Fotos"

Routen, Treffpunkte


Lebendiger Rosenkranz in Wien - und in Budapest

[Wir bedanken sehr herzlich für die folgende Grüße und Beschreibung von Andreas Schätzle, Organisator der Wiener Gebetswanderung. Die Ungarische Übersetzung finden Sie hier...]

>Alles steht und fällt mit dem Gebet. Wie eine Welle des Gebetes haben
Initiativen wie der Lebendige Rosenkranz die Stadtmission in Wien getragen.
Der Lebendige Rosenkranz ist eine inständige Bitte, dass Maria den Weg
Europas unter ihren besonderen Schutz nimmt.<
Kardinal Christoph Schönborn


"Welche Freude, als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern!"
(Psalm 122) Welche Freude, als wir hörten, daß der Kardinal von Budapest
sich nach der Stadtmission in Wien dieser Initiative für das Jahr 2007
anschliessen wollte. Welche Freude, als ich von Andras Molnar hörte, daß es
auch in Budapest einen Lebendigen Rosenkranz geben soll.
Die Idee für eine Gebetswanderung rund um die Stadt Wien wurde uns im Jahr
des Rosenkranzes 2003 geschenkt. "Jerichomarsch, aber nicht mit Posaunen,
sondern mit Rosenkränzen bewaffnet", titelte eine österreichische Zeitung.
"Die Stadt im Gebet umarmen", so sagte es ein Priester, der sich mit uns auf
die 130 Kilometer rund um Wien begab. In 5 Tagesetappen ziehen wir an 5
Wochenenden in einer Schar die jedesmal zwischen 100 und 500 Menschen
umfasst dieses Jahr das 5. Mal betend, singend, lachend unseren Weg
(Gitarren und Picnic nicht vergessen!). Die stärkste Erfahrung - und ich bin
mir sicher, daß Ihr in Budapest ähnliches erleben werdet - war die Erfahrung
einer großen Eiheit, die sich in Freude und Friede unter allen Teilnehmern
ausdrückte. Teilnehmer, die z.T. aus ganz Österreich und verschiedensten
Nationalitäten kamen - Wien ist und bleibt ein Schmelztiegel der Völker -
aus den Pfarren, Gemeinschaften, Bewegungen, Bischöfe, Priester, Familien
mit kleinen und großen Kindern, Jugendliche, Gebetsgruppen - ein bunter,
fröhlicher Haufen, eine große Familie, eine starke Erfahrung der Kirche,
geeint im Gebet für die Stadt im Herzen Europas. Von dieser Begeisterung
werden dann auch die berührt, denen wir auf unserem Weg begegnen: die
Spaziergänger, die Menschen in den Strassen und Siedlungen, Autofahrer,
Polizisten, Mountainbiker, Mütter mit Kinderwagen, Pfarrbewohner, Kinder auf
den Spielplätzen. Kleine Infozettel, die wir austeilen, und ein Kreuz am
Beginn des Zuges sorgen dafür, daß die Menschen sich auskennen und
vielleicht sogar das nächste Mal mitgehen. So wird der Lebendige Rosenkranz
zu einer missionarischen Initiative, auch wenn sein Ursprung gerade darin
lag, die Mission im Gebet vorzubereiten und zu begleiten.
So legt sich der Rosenkranz schützend und segnend um die Grenzen der Stadt,
aufgebaut aus Lebendigen Perlen, denn jeder von uns ist eine kostbare Perle
in den Augen Gottes. Die großen Perlen, das sind die Pfarren, in denen wir
Hl. Messe feiern; die Hügel von denen aus wir die Stadt, das Land, die
Völker am verlängerten Horizont mit ausgebreiteten Händen und bei jeder
Etappe auch mit dem Sanctissimum segnen; die Krankenhäuser, vor denen wir
singen; der große Zentralfriedhof, den wir betend durchqueren; die Brücke
über die Donau, die uns mit Ungarn und vielen Ländern in Europa verbindet;
das Kloster, das uns freundlich einen Platz zum Verweilen, gewährt, die
Metrostation, die wir am Abend müde und dankbar erreichen.
Eine Mitpilgerin gestand: "Nun lebe ich seit 40 Jahren in Wien und entdecke
erst jetzt wie schön unsere Stadt ist". Diese Erfahrung machten in der
Zwischenzeit viele andere Städte in Österreich und darüber hinaus (etwa auch
Lissabon), die miteinander einen Lebendigen Rosenkranz knüpften. Liebe
ungarische Nachbarn, in Wien gehen wir in diesem Jahr zum fünften Mal und
werden uns besonders mit Eurem Lebendigen Rosenkranz am 12. Mai
verschränken. Und wir freuen uns auf die Tage der Stadtmission im September
in der gesegneten Stadt Budapest.

Andreas Schätzle

HISTORISCHER HINTERGRUND
Die Initiative des lebendiger Rosenkranzes wurzelt tief in der Geschichte
Österreichs: Wir gehen in den Fußstapfen Kaiser Ferdinands III., der in den
Wirren des 30jährigen Krieges unser Land durch die Fürsprache Mariens dem
immerwährenden Schutz Gottes anvertraut hat; des sel. Kappuziners Marco d'
Aviano, der vom Leopoldsberg aus im Jahre 1683 die Befreiung des
christlichen Abendlandes erbetet hat; des Franziskaner Paters Petrus
Pavlicek, der vor genau 50 Jahren mit Bundeskanzler Raab, Außenminister Figl
und Zehntausenden von Rosenkranz betenden Österreichern die Freiheit
Österreichs errungen hat.
>DAMALS BETETEN TAUSENDE ÖSTERREICHER FÜR DIE FREIHEIT -
HEUTE WOLLEN TAUSENDE BETEN FÜR DEN NEUAUFBRUCH ÖSTERREICHS ZUM GLAUBEN.<
Kard. Christoph Schönborn


Im Wiener Stephansdom steht die Immaculata über dem Hauptaltar hoch im
Kirchenschiff. Durch die Geschichte ist sie als "Generalissima" verehrt
worden, als Anführerin der kaiserlichen Heere. Zwar sind es heute nicht mehr
kriegerische Auseinandersetzungen, die unser Land bedrohen, aber wir stehen
in einem geistlichen Kampf um das christliche Erbe Europas, einen Kampf, der
den Glauben und das Leben fundamental bedroht. Vor 150 Jahren hat Papst Pius
IX. das Dogma der "Immaculata" verkündet. 1954 hat P. Petrus Pavlicek, der
Gründer des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges, die Wiedereinführung des 8.
Dezembers als öffentlichen Feiertag erwirkt.
Im Mai 2004 zogen die Völker Mitteleuropas nach Mariazell, um sich dem
Schutz der Immaculata anzuvertrauen. Auf einer Tafel unter dem Südturm des
Stephansdoms lesen wir die Verse der Dichterin Paula von Preradovich:
"Lasset zu hoffen nicht ab!/ Nie wird in künftigem Sturm / Ihr betendes Wien
sie verlassen / Österreichs Mutter, sie hilft, / Seid ihr nur stark und
treu." Mit ihr, der Generalissima immaculata, wollen wir den guten Kampf
kämpfen und den Rosenkranz zum Blühen bringen.

Andreas Schätzle
Programmdirektor
Radio Maria Österreich
 

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